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SK Rapid Wien - Viktoria Plzen 3:2 (1:1)

am 22.10.2015, Ernst Happel Stadion, Österreich, Europa League, 39.400 Zuschauer

Zweites Heimspiel der UEFA Europa League Gruppenphase. Nach den ersten beiden erfolgreichen Auftritten gegen Villareal und in Minsk geht es heute schon im direkten Duell gegen die Pilsener um den Aufstieg. Mit einem Sieg könnte man heute schon mehr als die halbe Miete für die Überwinterung buchen. Mit Duellen gegen tschechische Vereine hat man ja recht gute Erinnerungen. Das letzte Aufeinandertreffen gegen damals Boby Brünn war eines der legendäreren Europacupheimspiele. Mit 6:1 wurden die Gäste damals noch im oldstyle Hanappi Stadion abgeschossen. Das Rückspiel ging dann zwar verloren, im KO Modus war das damals aber recht gleichgültig. Ein ähnliches Heimspielergebnis heute wäre natürlich traumhaft. Damals gegen Brno hatte sogar ein Spieler getroffen, dessen Sohn heute ähnliches leisten könnte. Christian Prosenik erzielte das 4:1 beim Schützenfest gegen Boby. Heute gegen Plzen steht sein Sohn Philipp von Beginn an in der Startelf. Also Philipp – Vollgas und mach uns und deinen Vater stolz. Die Chance hast du heute! Viktoria war heute mit fast 2.500 Gästefans angereist, eine immens hohe Zahl für einen tschechischen Vertreter. Mal sehen was die Awaykurve heute zusammenbringt. In unserer Kurve war jedenfalls eine großartige Drei-Ränge Choreographie am Plan. „Das Herz von Wien schlägt für Rapid“ – so der Banner vor der Kurve. Dahinter erstmal weisse Überzieher im 1., 2. und 3. Rang. Dann regierten die verschiedenen Farbzettel. Zuerst wurde beim Einlauf der Mannschaften mittels roten Zetteln „WIEN“ auf die weissen Überzieher projiziert. Und nach einigen Minuten wurde rot mit grün gewechselt und es kam „RAPID“ zum Vorschein – perfekt abgestimmt. Eine so genannte perfekte „Negativ-Choreographie“, was sich nicht auf die Ausführung, sondern auf die Durchführung bezieht. Ein herrliches Bild jedenfalls welche Minuten unsere Kurve in unseren Farben erstrahlen ließ. Hoffentlich kann da die Mannschaft anknüpfen! Aber auch die Tschechen präsentierten ein Choreo-Banner und ihre Farben im Gästeblock. Sonst waren sie aber überschaubar laut. Auch als die Gäste quasi mit ihrem ersten Torschuss in Führung gingen. Ein Angriff über links wurde per Hereingabe und Abschluss ins kurze Eck vollendet. Vermeidbar, aber leider passiert. Jetzt heißt es zurückkämpfen. Stangl hatte nach 18 Minuten die erste Topchance auf links. Eine Minute später dann Hofmann zentral. So schlecht lief der Ball bei uns nicht – wenn man nicht wieder überkombiniert. Etwas direkter gegen die doch nicht so sichere Plzen Abwehr wäre sicher ein gutes Rezept! Und einfach draufhalten, der Tormann war auch nicht der Überknaller und ließ mal einiges prallen. Den nächsten Sitzer vergab dann Schaub in Minute 25, Plzen öfter weiter weg vom Gegner, dass muss man doch mal nützen können. Drei Minuten später dann Elfer-Alarm, Handspiel oder nicht? Der Schiedsrichter pfiff es leider nicht. Dann aber klappte es endlich!! Wieder war es unser Kapitän und Fussballgott! Hofmann schickte den Ball nach einer kurzen Eckenvariante auf die Reise und diesmal zu unseren Gunsten abgefälscht landete die Kugel im Tor! 1:1 mehr als verdient. Wie gegen Villarreal – jetzt nur nicht nachlassen und am besten gleich nachlegen. Zuvor zeigte aber noch Novota seine erste Glanzparade. Per Fussabwehr entschärfte er einen Kracher der Pilsener. Danke Jan, eine wichtige Tat! Und nur Minuten später folgte die nächste nach einem Kopfball am Fünfer, das Tormannduell bisher klar damit an Novota. Sonst klappte nach vorne nicht mehr viel in der ersten Halbzeit. Das 1-1 damit der Pausenstand. Come on your boys in green – dann der Startgesang der Kurve zur zweiten Halbzeit. Also los! Und es dauerte keine 7 Minuten, dann war es schon soweit! Schaub scorte per Brustabstauber zum 2-1, das ist Rapid. Endlich wieder einen Rückstand gedreht, Europacupmodus wie gegen Villarreal! Noch besser wäre jetzt nur noch nachlegen. Vielleicht geht ja noch mehr, wenn Plzen jetzt mal was zeigen muss. Nach 57 Minuten wieder eine Parade von Novota die so fein war, dass der Schiedsrichter nicht mal auf Eckball entschied – perfekt. Jan jetzt richtig im Spiel und in echter Rückhaltform. Aber Plzen versuchte jetzt auf mehr Ballbesitz zu spielen. Und das gab dann in Minute 68 den erhofften Raum. Petsos gelang per Flankenschupferl dann das 3-1. Schaub irritierte gelungen den doch eher schwach agierenden Gästetormann – großartig! War es das? Ist der nächste Dreier im Sack? Rapid jedenfalls die eine Klasse besser als die Tschechen, das sagt jetzt auch die Anzeigentafel aus. Die nächste Traumkombination ging dann leider an einem Bein der Plzen-Abwehr flöten. Aber was soll’s, die Rapidviertelstunde kommt ja auch noch. Diese begann dann aber eher untypisch – Viktoria scorte zum 3-2. Ein Defensivloch in der Mitte ermöglichte diesen vermeidbaren Treffer. Novota damit dann doch wieder bezwungen. Jetzt heißt es die letzten Minuten dagegenhalten. Auch untypisch aber ob des Standes erfreulich dann eine relativ unspektakuläre Rapidviertelstunde. Es passierte nichts mehr. Damit war aber auch klar, dass wir dieses 3:2 bis zum Ende halten und verteidigen konnten! Herrlich, der dritte Sieg im dritten Auftreten dieser EL-Saison – ein echter Freudentag wieder nach den letzten beiden Pleiten in der Meisterschaft. 9 Punkte nach 3 Spielen im Europacup – Plzen wir kommen! In 14 Tagen sehen wir uns in Tschechien wieder!

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